Saisoneröffnung auf der Burg Giebichenstein 2017

Am letzten Samstag (8.4.2017) hat sich unser Verein mit zwei Fechtvorführungen der hallischen Öffentlichkeit bei der Saisoneröffnung der Burg Giebichenstein präsentiert. Hier findet ihr einen kurzen Bericht und ein paar Bilder der Vorführungen.

Über die Kontakte zum Stadtmuseum Halle wurden wir erneut angefragt, ob INDES sich an dem kleinen Fest auf der Burg beteiligen möchte. Wir haben die Chance gerne ergriffen und die Vorbereitungen unserer Präsentationen diesmal auf die Schultern vieler erfahrener Fechter verteilt, die nun zum ersten Male unser Wissen an das Publikum weitergeben konnten. Und wir waren vollauf zufrieden damit.

Unter einem trockenen, aber wolkenverhangenen Himmel haben wir im ersten Vorführungsblock den Buckler, das Lange Schwert, das Dolchfechten und das Ringen erläutert. Zum Nachmittag wurden dann Techniken und Taktiken aus dem Langen Messer, Dussack, Stangenfechten und dem Rapier gezeigt. Zwischendurch hatten unsere ausgelegten Waffen einen großen Andrang von neugierigen Kinder- und Erwachsenenhänden, was wir, Dank der zahlreichen Unterstützung durch unsere Vereinsmitglieder, auch betreuen konnten. Einige Honigmelonen fielen dann auch noch unseren Schnitt- und Schlagtests zum Opfer.

Das Trainerkollegium dankt Wolfram Clauß, Alexander Schröder, Philipp Ahrens, Andy Höhne und Matthias Faust für die Präsentationen und Andrej Galszunov und Nils Wichert für die personelle Unterstützung. Wir sind gespannt, wie sich im Mai die Nacht der Museen entwickelt und was INDES dort beitragen kann.

Geschrieben von Philipp Herzog


Erfahrungsbericht zu Teaching HEMA 2017

Am letzten Wochenende (11. und 12. Februar 2017) waren Wolfram und ich in Chemnitz bei den Blossfechtern und haben am Seminar Teaching HEMA, geleitet von Thore Wilkens, teilgenommen. Hier möchte ich euch gern das Erlebte schildern.

Das Seminar begann am Samstag um 10:00 Uhr mit 12 Teilnehmern. Los ging es mit einer einleitenden Gesprächsrunde in der Thore uns einen Überblick über die kommenden zwei Tage gab. Die Teilnehmer wurden gebeten ihre eigenen Seminarziele zu formulieren, und Thore war sehr bemüht eine Atmosphere zu schaffen, in der sich jeder aufgenommen fühlt. Los ging es mit den Themen Kommunikationsstrukturen, das Verhältnis von Trainer und Trainierenden, Potentialentfaltung nach Gerald Hüther und die richtige Wortwahl: das Vermeiden und Verändern von 'absoluten Aussagen'.

Nach viel Theorie und einem tollen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern, gingen wir in der zweiten Hälfte des 1. Seminartages in die praktischen Übungen hinein. Nach dem Schema: Vormachen - Erklären - Nachmachen, zeigte uns Thore sein Aufwärmprogramm, in dem auch ein gefechtspsychologischer Teil – das kraftvolle Schreien – vorkam. Die Erwärmungsübungen waren so aufgebaut, dass mehrere Aspekte auf einmal trainiert werden: z.B. Gelenkmobilisierung, Gleichgewicht, Abwehrbewegungen mit Armen und Beinen, Meidbewegungen, freies Bewegen mit der Waffe, u. a.

 

Als nächstes zeigte uns Thore seine Universaltrainingsmethoden. Diese tragen gut zu merkende Namen wie z.B. Stop-Übung, Blößen-Spotting oder der fiese Kreis. Auch das 'Meyer-Kreuz' und die damit zu übenden Hau-Kombinationen wurden uns mit einem eigens erstellten Blossfechter-Hiebkreuz erklärt, welches uns im Anschluss noch als Geschenk mit auf die Heimreise gegeben wurde.

Thore ist überzeugt das sich viele diese Übungen für Fechtergruppen eignen, deren Trainierende einen unterschiedlichen Kenntnisstand aufweisen. Mir gefiel dieser Ansatz sehr, denn in unserem Verein haben wir alle paar Monate, teilweise sogar alle paar Wochen Einsteiger vor der Tür stehen, die wir gern praktischer ins Training integrieren würden. Welche Übungen sich dafür gut eignen, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten ausprobieren.


Gelegenheit für interessante Gespräche und Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern gab es reichlich zwischen den Übungen, beim gemeinsamen Mittagessen in der nahegelegenen Krankenhauskantine, und am Samstag Abend als wir in Thore´s Stammlokal eintraten um uns die Bäuche voll zu schlagen.

 

Wir möchten uns nochmal ganz herzlich für die tolle Zeit und den Erfahrungsaustausch bei Thore, Patrick und allen Seminarteilnehmern bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Die einleitende Gesprächsrunde mit den Teilnehmern.

Thore beschreibt verschiedene Mensuren, Anbindungen und daraus resultierende Handlungsoptionen nach J. Meyer.

Hier trainieren wir in einer Stop-Übung mit Blößen-Spotting.

Gruppenbild: Teaching HEMA 2017 mit Thore Wilkens


Auf der Blossfechter-Website findet ihr noch weitere Bilder:

http://www.blossfechter-zu-chemnitz.de/aktuelles/teaching-hema/

Geschrieben von Stefan Merker


Interview auf Radio Corax

AUS UNSEREM ARCHIV:

Im Februar 2012 war INDES-Trainer Philipp Herzog bei Radio-Corax eingeladen und stand Rede und Antwort zum Thema HEMA, Mittelalter, unserem Vereinsleben; und gab sich große Mühe, immer noch verbreitete Irrtümer zu mittelalterlichen Waffen aus der Welt zu schaffen. Diese unterhaltsame halbe Stunde könnt ihr euch hier gern nochmal anhören.

 

Link: Radio Corax


Geschrieben von Stefan Merker