Der Verein

Vorstellung

Wir sind ein Sportverein in Halle a. d. Saale und trainieren seit Oktober 2005 historische europäische Fechtkünste.

Wir betreiben das historische Fechten im Sinne einer Kampfkunst. Neben Geschicklichkeit, Ausdauer und Körperkraft soll das allgemeine Reaktionsvermögen sowie das Verantwortungsbewusstsein gestärkt werden. Unser Schwerpunkt liegt auf den Kampftechniken mit dem langen Schwert, dem langen Messer und dem Dolch, sowie dem Ringen.

 

Weiterhin trainieren wir in Seminaren u. a. das Harnischfechten, Schwert und Schild, Sichel, sowie die halbe Stange. Hinzu kommen stetig neue Gattungen, die von Vereinsmitgliedern erarbeitet werden. Wir sind kein darstellender Verein, sondern ausschließlich

sportlich ausgerichtet. Jedoch sind die historischen europäischen Fechtkünste ohne historischen Bezug nicht erklärbar. Techniken und Bewegungsabläufe, welche bei uns gelehrt und trainiert werden, sind von uns aus Quellen rekonstruiert, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen.

Das europäische historische Fechten ist trotz seiner langen Geschichte, als moderne Kampfkunst betrieben, eine junge Disziplin, die sich aber seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut. Unser Verein möchte dazu beitragen, die Entwicklung hin zu einer etablierten Sportart mitzutragen.


Chronik

2005
Im Oktober 2005 findet sich unter Federführung von Martin Jensch eine Gruppe zusammen, die das gemeinsame Interesse an Geschichte, insbesondere dem Mittelalter verbindet. Recht schnell konzentriert sich die Gruppe jedoch auf die Ausarbeitung von spätmittelalterlichen Quellen zum historischen Fechten und das Praktizieren des Selbigen unter rein sportlichen Aspekten. Das Training findet zunächst im Freien statt.


2006

Im Winter 2006 wird das Trainingsspektrum durch das Fechten mit dem Dolch erweitert. Das Training übernimmt hierfür Sören Riedel. Seit dem Winter 2006 nennt sich die Gruppe nun offiziell "INDES".

Im Sommer 2007 tritt Philipp Gerson (jetzt Herzog) der Gruppe bei und übernimmt das Training zum Dolchfechten. Sören Riedel beginnt nun mit dem Aufbau der dritten Trainingsgruppe, die sich dem Langen Messer widmet.

Es folgen die ersten Fechtvorführungen von INDES in der Öffentlichkeit, etwa bei verschiedenen Projekten mit Kindern und Jugendlichen sowie dem Unisportfest der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von Anfang an besteht der Anspruch dabei darin, Wissen rund um das historische Fechten zu vermitteln und diese Kampfkunst einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Um INDES auch nach außen hin als organisierte Gruppe zu präsentieren, wird im Herbst 2007 ein (noch nicht eingetragener) Verein gegründet. Das Training findet nicht mehr im Freien, sondern in einer angemieteten Halle der "Rockstation" in Halle statt.


2008

Im Frühjahr 2008 geht INDES online - das erste Forum wird eingerichtet, eine eigene Internetseite folgt bald darauf.

Ab dem Wintersemester 08/09 bieten Trainer von INDES Kurse beim Unisport der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an.

 

2009
Vom 19. bis 21. Juni 2009 veranstaltet INDES das erste Seminar zum Thema Schwert und Schild auf der Kaiserpfalz Tilleda. Weitere Seminare zum Thema historisches Ringen sowie dem Fechten mit der Halben Stange, der Sichel und im Halbschwert folgen. Im Zuge dessen wird die Ausarbeitung der Quellen stetig vorangetrieben. 
Im Oktober 2009 wird für Dolch und Ringen eine zweite feste Trainingszeit eingerichtet. Im Mai 2010 wird der Antrag auf Eintragung ins Vereinsregister gestellt. Beinahe genau ein Jahr danach ist INDES ein eingetragener Verein. Kurz darauf folgt der Beitritt zum Landes- und Stadtsportbund.

 

2011

Im Winter 2011 wird das Trainingskonzept bezüglich der Erwärmung im Rahmen einer Bachelorarbeit an den Sportwissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg begleitet.

 

Auch der Austausch mit anderen historischen Fechtern wächst. So nahm INDES an der "1. Dresdner Fechtschul" sowie an einem Seminar vom Verein Schwertspiel Dresden e.V. und der Ringschule Wrocław zum historischen Ringen teil. Die Teilnahme an der Dresdener Fechtschul etablierte sich seitdem als fester Bestandteil der Vereinsvernetzung.

 

 

2012

Im Jahr 2012 koppelt sich der Verein vom Universitätssport ab und bemüht sich um neue Trainingsorte, dazu kommt die Anschaffung von neuen, ausbalancierteren Trainingswaffen für das Langschwert-Training.

 

2013

In diesem Jahr wird das Training für das Lange Messer durch die Anschaffung neuer Trainingswaffen bereichert, zudem wechselt der Trainingsort für alle Fechtarten in die Sporthalle der Berufsschule Friedrich-List.

 

2014

Im Herbst 2014 findet eine museale Koorperation mit der Moritzburg Halle im Rahmen der Ausstellung "Im Land der Palme" statt, zudem gibt INDES bei der "1. Halunken-Con", einer Rollenspielconvention, einen Schwertkampf-Workshop. Gegen Jahresende tritt der Verein dem Deutschen Dachverband Historischer Fechter (DDHF) bei.

 

2015

Im Sommer 2015 nimmt der Verein am "1. Trainertag des DDHF" teil und organisiert ebenso Seminare zum Langen Messer und Kampf mit der halben Stange im Zuge des "1. Treffens historischer Fechter Mitteldeutschland". Das Trainingskonzept erfährt in allen Bereichen des Vereins eine umfassende Umstrukturierung.

 

2016

INDES übernimmt kurzfristig die Schirmherrschaft für das "2. Treffen historischer Fechter Mitteldeutschlands", sodass im Juli Fechter aus mehreren Vereinen ein produktives und geselliges Fechtwochenende in Halle erleben konnten.

 

Für das Stadtmuseum Halle steht der Verein an zwei Terminen auf der Oberburg der Burg Giebichenstein zu Verfügung und bringt den BesucherInnen das historische Fechten nahe. Die Kooperation mit der HalunkenCon geht in diesem Jahr in die 3. Runde und zum Thema "Die Hard" werden Schnitttests und die Auswirkung von Rüstung auf die Tödlichkeit von Waffen den TeilnehmerInnen dargeboten.

 

2017

Die neue Webseite des Vereins ist nun online verfügbar und auch mit mobilen Geräten kompatibel. Es wird aktiv daran gearbeitet, neue Trainer auszubilden und in diesem Sinne schafft der Verein erstmals gezielt Strukturen für die Weiterbildung von Interessenten.

 


Vereinsdokumente

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Satzung
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Gebührenordnung
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Trainingsordnung
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